Erst Herbstmeister, dann Trikotmeister – TSG 1899 Hoffenheim

20.08.2009

Die Jury des Fachbereichs Modedesign an der MEDIADESIGN HOCHSCHULE in Berlin unter dem Vorsitz von Prof. Antje Osterburg wählte in diesem Jahr das Heimtrikot des Fußballbundesligisten TSG 1899 Hoffenheim zum Trikotmeister für die laufende Saison.

Der Vorsitzende der Geschäftsführung, Dipl.-Kaufmann Jochen A. Rotthaus, nahm eine Einladung an die MEDIADESIGN HOCHSCHULE Düsseldorf an, um als Anerkennung für die Trikotmeisterschaft eine Urkunde, einen Pokal und ein Poloshirt der Hochschule in Empfang zu nehmen. Er bedankte sich mit einem Trikot seines Vereins, das nun neben den Leibchen der Vorjahressieger Bayer Leverkusen und Eintracht Frankfurt einen Ehrenplatz an der Trikotmeistergalerie der Hochschule erhält.

Der Düsseldorfer Standortleiter Prof. Thomas Dreiskämper begrüßte den Gast aus Hoffenheim. Er hob den ökonomischen und sportlichen Erfolg des Vereins hervor. Zusammen mit Prof. Christine Pütz (Fachbereich Mediadesign) und Prof. Dr. Christian Schicha (Fachbereich Medienmanagement) verlieh Prof. Dreiskämper die Preise an den Geschäftsführer. In seiner Dankesrede skizzierte Rotthaus die Erfolgsgeschichte der Turn- und Sportgemeinschaft, die als „Dorfverein“ begann und sich inzwischen in der ersten Liga etabliert hat. Der Verein aus dem 3.300 Einwohner zählenden Sinsheimer Stadtteil Hoffenheim erreichte direkt nach dem Aufstieg im Jahr 2008 den inoffiziellen Herbstmeistertitel. In der letzten Bundesligasaison belegte der Verein schließlich den 7. Tabellenplatz. Rotthaus, der auch die Konzeption der ARD-Kindersendung „Tigerenten-Club“ entwickelt hatte, arbeitete zunächst als Product-Manager und Mitglied in der Geschäftsleitung eines Musikverlages, bevor er Geschäftsführer beim VfB Stuttgart wurde. Inzwischen ist er der Vorsitzende der Geschäftsführung bei der TSG Hoffenheim.

Die Studierenden nutzten die Gelegenheit, Herrn Rotthaus Fragen zu stellen. Von besonderem Interesse war die Rolle des Mäzen und SAP-Gründers Dietmar Hopp, der selbst in seiner Jugend für die TSG spielte und den Verein inzwischen finanziell erheblich fördert. Er besitzt somit einen großen Anteil am Erfolg des Fußballvereins. Rotthaus hob insbesondere das soziale Engagement von Hopp hervor. Neben seiner Unterstützung für die TSG fördert er weitere sportliche Projekte speziell im Jugendbereich sowie medizinische Projekte. Seine Stiftung ist zudem in den Bereichen Bildung und Soziales tätig.

Hinsichtlich der Berufsperspektiven für Medienmanager betonte Rotthaus, dass er jede Woche zahlreiche Stellengesuche und Bewerbungen für Praktika erhalte. Die Anzahl an freien Plätzen sei aber im Sportbusiness begrenzt. Bundesligisten und renommierte Unternehmen wie SAP und Daimler Benz könnten sich vor Anfragen kaum retten. Gleichwohl gäbe es im Managementbereich bei einem entsprechend hohen Engagement nach wie vor gute Berufsperspektiven für Akademiker.