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Making Movie Magic: Studierende der MD.H Düsseldorf begeistern Deck13 mit ihrem Debütfilmtrailer – oder warum es für Game Designer doch wichtig ist, cinematographische Designtechniken zu meistern!

Games und Film sind miteinander verwandt. Das Meistern von Elementen aus den Bereichen Musik, Sound und Video ist somit für Game Designer der nächsten Generation (a.k.a Game Director) eine notwendige Herausforderung: Im Modul “Musik, Sound, Video” kooperieren Game-Design-Studierende  der MD.H Düsseldorf mit dem renommierten Entwicklerstudio Deck13 und SuperSexy Software aus Polen, um einen Live-Action-Trailer auf höchstem professionellem Niveau für einen internationalen Release zu produzieren.

Vom Drehbuch über Storyboard, Set- und Kostümdesign – letzteres in Verbindung mit Studierenden aus dem Fachbereich Mode Design -, über Dreharbeiten und der Montage, produzierten die Studierenden einen beeindruckenden Debütfilm.

Autoren: Prof. Dr. Michael Bhatty, Marilena Cassetta

“Film und Video ist nicht wichtig für Game Designer! Wir machen ja schließlich Spiele, keine Filme!”
Solche Sätze hört man zuweilen – und dagegen steht die Lehrmeinung unseres Game-Design-Professors Prof. Dr. Michael Bhatty, der sagt, dass ein guter Game Director sich für alles interessiert! Bildgestaltung, Klangräume, Setdesign, Charakterinszenierungen und vieles mehr ist wichtig für angehende Regisseure – Games-Regisseure!
Als beim Entwicklerstudio Deck13 die Idee zu einem Live-Action-Trailer für den 2018 erscheinenden Titel “The Shattering” aufkam, stellte unsere MD.H-Alumna Alina Dreesmann, ihres Zeichens Game und Level Designerin bei Deck13, den Kontakt zu Michael Hoss, PR & Marketing Manager bei Deck13 zu Prof. Dr. Michael Bhatty her.

Michael Hoss zur Frage, warum ein Studentenprojekt daraus wurde: “Natürlich hätten wir auch eine Agentur mit der Realisierung eines Live-Action-Trailers beauftragen können. Ziel war es aber, zu beweisen, dass auch der Nachwuchs der Branche herausragende Qualität abliefern kann.”

Nach einem Klärungsgespräch der Rahmendaten kam zudem die Idee auf, eine Kooperation mit Studierenden des Fachbereichs Mode Design anzustreben. Frau Prof. Nicole Süß vom Fachbereich Mode stellte daraufhin den Kontakt zu begabten Designerin-Studierenden her, da sich somit weitere Möglichkeiten für eine qualitativ-hochwertige Produktion erschließen konnten. Inhalte der Seminare bildeten die Fundamente, doch mit der Übergabe des Staffelstabes an die Studierenden, mussten diese nun in Eigenverantwortung diese Inhalte anwenden und mit der Produktion beginnen.

Dominik Schmitz, Associate Producer: “Wir mussten verschiedene Rollen im Vorfeld klären und zuteilen, um einen gesunden Ausgleich an Arbeitskräften vor und während der Produktion zu haben. Fragen wie: ‘Was für Aufgaben fallen an?’ wurden geklärt.”

Die Herausforderungen für die Studierenden waren neben den cinematographischen Ansprüchen auch die Kommunikation mit SuperSexySoftware in Polen und Deck13, Frankfurt, schlicht aufgrund der Distanz. In Skype-Calls mit Deck13 wurden Ergebnisse und Erwartungen diskutiert.
Jonas Pastoors, Drehbuchautor:
“Eine der größten Herausforderungen war, unsere Ideen an die Vorstellungen von Deck13 und SuperSexySoftware anzupassen. Wichtig war, mit ihnen in Kontakt zu bleiben, um zu sehen, ob das was wir liefern, dem auch wirklich entspricht.”

Es galt somit, die Vorstellungen der Klienten zu erfüllen, trotz geringer Ingame-Informationen des für 2018 angekündigten Titels.
Auch das weiße Setting und die damit verbundene eingeschränkte Auswahl der Requisiten, stellte sich als herausfordernd dar, nicht zuletzt, um im Rahmen des Budgets zu bleiben.
Schnell stellten die Studierenden fest, dass auch der Umgang mit der Kamera, die Lichtverhältnisse und die Gestaltung jeder einzelnen Einstellung von Bedeutung war.
Und auch das Koordinieren von 20 Studenten, die neben zahlreichen anderen Fächern, Nebenjobs sehr eingeschränkte Arbeitszeiten hatten, stellte eine Herausforderung an die logistische Planung dar.

Joel Szlema, Director of Photography: “Insbesondere unsere Vorstellungen mit der Kamera zu erfassen, erwies sich als Herausforderung. Durch konsequente Testaufnahmen, jedoch, konnten wir somit  feststellen, welche Einstellungen, Lichtverhältnisse und Kamerafahrten am effizientesten funktionieren würden.”

ABBILDUNG 1: Shooting mit Tom Zahner

ABBILDUNG 1: Shooting mit Tom Zahner

Verschiedene Kleidungsstile wurden von der Mode-Design-Studentin Frau Lija Brinkmann ausgesucht und evaluiert. Das Kleid der Darstellerin Janina Shanker wurde von Frau Brinkmann konzipiert und maßgeschneidert. Frau Lija Brinkmann, Mode Design: “Ich fand das Projekt abwechslungsreich zu meinen Aufgaben an der FH, deshalb habe ich mich sehr darauf gefreut. Die Zusammenarbeit in der Gruppe und die Entwurfsbesprechung liefen wirklich gut und ich würde auf jeden Fall nochmal an so einem Projekt teilnehmen.”

ABBILDUNG 2: Kostümdesign von Lija Brinkmann

ABBILDUNG 2: Kostümdesign von Lija Brinkmann

Die Producerin Frau Marilena Cassetta organisierte im Zuge des Location Scouting, der Drehortsuche, schließlich Räumlichkeiten, die den Stil des Games trafen: Weiße Böden, weiße Wände, weiße Couchen.

ABBILDUNG 3: Shooting

ABBILDUNG 3: Shooting

Die Producerin Frau Cassetta castete den als internationale Medienstimme bekannten Schauspieler Tom Zahner, einem gebürtigen Amerikaner, der es den Studierenden erlaubte, die Produktion in englischer Sprache durchzuführen.

Frau Marilena Cassetta, Producer: “Wir hatten die Ehre, mit einem so guten Schauspieler wie Tom Zahner zusammen zu arbeiten.”

ABBILDUNG 4: Szene des Trailers

ABBILDUNG 4: Szene des Trailers

Das Ergebnis des fertigen Trailers war schließlich beeindruckend. Michael Hoss, PR & Marketing Manager bei Deck13: “Wir haben das Projekt in Zusammenarbeit mit der MD.H begonnen, wohlwissend, dass auch ein als gescheitert geltendes Ergebnis hätte zustande kommen können. Zu sagen, wir waren vom Ergebnis positiv überrascht, wäre eine maßlose Untertreibung. Die Studenten haben herausragende Arbeit geleistet und ein in jeder Hinsicht beeindruckendes Ergebnis abgeliefert.”

Die Studierenden hatten nun nicht nur die Zusammenarbeit mit professionellen Firmenvertretern, sondern sind zudem auch als Team zusammengewachsen. Auch haben sie viel mehr Affinität zu Filmen und ihrer Produktion bekommen.

Marilena Cassetta, Producer: “Trotz der  geringen Vorerfahrung im Bereich Film, haben wir dennoch eine qualitative Leistung erbracht und könnten nicht zufriedener sein.  Auch das Erforschen dieses Gebiets, war sehr interessant und uns erschlossen sich immer mehr Umsetzungsmöglichkeiten. Wir haben sehr gerne mit Deck13 und SuperSexySoftware zusammen gearbeitet.”

Prof. Dr. Michael Bhatty: “Filmisches Denken gibt es eben in Games, deshalb ist das erlangte Wissen kostbar. Und für die Zweifler, ob dies notwendig ist, oder ob Game Designer überhaupt Filme machen können: Ja, das können sie, denn echte (!) Game Designer interessieren sich für alles.”

Oder, wie es Frau Marilena Cassetta, Producer, auf den Punkt bringt: “Game Designer können alles!”

Cut!

Die Veröffentlichung des Trailers wird im Frühjahr 2018 erwartet.

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