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»SENSATION«, »RE SIGN«und »TDC63« – eine Erfolgsgeschichte geht weiter

Die Bachelorphase ist eine intensive Zeit – von der Suche nach Inspiration, über selbstkritische Zweifel, ob man wirklich den richtigen Weg geht, bis hin zum Erfolgserlebnis, dass man es endlich geschafft hat. Das wichtigste dabei ist, dass man mit dem was man erreicht hat auch zufrieden ist. Zufrieden seien können insbesondere die beiden MD.H Absolventen Miriam Rieger und Kevin Kremer aus dem Jahrgang 2016. Aber lesen Sie selbst:

Der Type Directors Club in New York promotet seit seiner Gründung im Jahr 1946 die weltweit besten Arbeiten in den Bereichen Schriftgestaltung und Schriftanalyse. Seit dem Jahr 1955 findet alljährlich die Preisverleihung, bei der die besten Typografie Arbeiten weltweit ausgezeichnet werden in New York statt. Der Type Directors Club ist mit seinem Renommée und seiner langen Historie einzigartig in diesem Segment. Im vergangenen Jahr durften sich bereits die drei Münchner MD.H Absolventen Tatjana Burka, Philipp Elsner und Emily Henderson mit ihrer Analyse der Schriftart „Kabel“ auf dem Siegertreppchen postieren. In diesem Jahr geht die Erfolgsgeschichte weiter Fahrt auf, denn Miriam Rieger und Kevin Kremer wurden für ihre Bachelorarbeiten »SENSATION« und »RE SIGN« ausgezeichnet.

Die Bachelorarbeiten aus dem Jahrgang 2016, stehen inhaltlich und gestalterisch absolut für sich, aber trotzdem verbindet sie viel miteinander.

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»SENSATION – Visualisierung synästhetischer Wahrnehmung«, von Miriam Rieger, beschäftigt sich mit einer ganz besonderen Form der Wahrnehmung: Synästhesie. Entgegen der »normalen« Wahrnehmungsprozesse kombiniert das Gehirn hier automatisch Sinne miteinander, die vermeintlich nichts miteinander zu tun haben. So sehen einige Synästheten Buchstaben in bestimmten Farben oder Verbinden Geschmäcker mit geometrischen Formen.

In einer experimentellen Versuchsreihe, in Plakatform, wird die Synästhesie als metaphorisches Stilmittel aufgegriffen, mit dem Ziel die Sinne pulsieren zu lassen, den Geist zu aktivieren, um zu einer Versinnlichung der Wahrnehmung zu gelangen.

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»RE SIGN«, von Kevin Kremer, zielt darauf ab, durch systematische Dekonstruktion und anschließende Neukombination, die erlernte Darstellungsweise und Erfassbarkeit eines Buchstabens in Frage zu stellen. Es sollen die Grenzbereiche der Wahrnehmung einer Form in Bezug auf deren Erkennbarkeit als Schriftzeichen der abendländischen Schriftkultur erforscht werden.

Das Ergebnis dieser visuellen Untersuchung ist eine Reihung an Formzeichen, ausgehend vom bekannten Schriftbild, hin zu einer stark abgeänderten Darstellungsweise.

Beide Arbeiten verbindet ein extrem hoher gestalterischer Anspruch an Ästhetik, inhaltlichem Bezug und nicht zuletzt typographischer Exzellenz. Diese hohe Qualität wurde belohnt. SENSATION und RE SIGN belegte den weltweit 2. Platz und den 3. Platz in der Kategorie Student works.

Wir freuen uns und gratulieren den Siegern Miriam Rieger und Kevin Kremer sowie den betreuuenden Dozenten Prof. Sybille Schmitz und Tobias Wühr.

 

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