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Werkschau an der MD.H München

Zum 16. Mal in Folge fand anlässlich des Studienabschlusses die jährliche Werkschau an der MD.H München statt. Absolventen und Studierende der kreativen Fachbereiche Digital Film Design, Game Design, Media Design und Modedesign präsentierten ihre Abschlussarbeiten und ausgewählte Semesterprojekte.

Am Ende eines wundervoll sonnigen Donnerstags eröffnete die Vernissage für Vertreter der Design-, Mode- und Medienbranche, Alumni, Studierende sowie Freunde, Familienmitglieder und die interessierte Öffentlichkeit. Die Ausstellungsgestaltung war in diesem Jahr bunt und plakativ und ein von der Absolventin Natalie Kennepohl und ihrer Familie gestaltetes Leitsystem führte die Besucher zielsicher über drei Stockwerke in die einzelnen Fachbereiche. Neu war die Konzentration der Media Design-Arbeiten ausschließlich im Erdgeschoss der Hochschule. In den letzten Jahren war die Ausstellung räumlich immer stärker gewachsen und der Wunsch nach mehr Fokussierung wurde laut.

Neben den Branchenvertretern nutzt auch eine jedes Jahr größer werdende Zahl von Ehemaligen die Gelegenheit, sich an ihrer Alma Mata zu treffen.

Die Media Design Bachelor-Absolventen präsentierten sich gemäß dem neuen Konzept im Erdgeschoss mit Arbeiten, die sich in zwei große Themen aufteilen lassen: Zum anderen der Bereich „Crossmediale Inszenierungen“, der von Interface Design, über filmische oder interaktive Realisierungsformen bis hin zu Rauminstallationen mit hohem Abstraktionsgrad verschiedene Design- und Kommunikationsformen umfasste. Zum anderen den Bereich „Kommunikationsdesign“ mit den Schwerpunkten Typografie, Corporate Design, Illustration sowie Fotodesign.

Viele der Werke erheben den Anspruch, mit den Mitteln visueller Kommunikation in Form von Büchern, Videodramaturgie und crossmedialen Rauminstallationen auf gesellschaftliche Missstände hinzuweisen oder einen Blick in die digitale Zukunft aufzuzeigen, aufzuklären und Lösungsansätze zu bieten.

Einige Arbeiten wurden von den Besuchern besonders hervorgehoben: Die interaktive Bachelor-Arbeit von Ivan Babic „The.News.Project. Nachrichtenseite zur visuellen Vereinfachung von Informationen am Beispiel der Flüchtlingskrise“ und „Interface 2.0. Smart Home Interface Design” von Silvan Wenig. Die forsche Kampagne „Die Volkswagen – Krisenkommunikation nach dem Abgasskandal“ von Phanpadit Pangnanouvong nötigte einem Senior-Designer einer führenden Brand-Agentur die respektvolle Bemerkung ab: „ Das ist sehr gut, aber das hätten wir uns nicht getraut “. Viel Respekt erntete auch die außergewöhnlichste Arbeit der Ausstellung: „meditatio“ – ein Sensorik-Experiment, für das Bachelor-Absolvent Lars Reiners sogar auf seine Haare verzichtete. Auch die detailreiche Corporate Design-Arbeit zur „Gründung des Startups Pure Foodies“ mit Food Blog und Social Media Kampagne der Absolventinnen Corinna Rusker und Lisa Tiefenthaler sowie die liebevollen Illustrationen von Veronika Schmidt erhielten viel Aufmerksamkeit.

Einen Einblick in die Arbeiten und der Absolventen erhalten Sie unter folgenden Links:
http://muc2016.wks.mediadesign.de/
http://www.stehsatz.com/2016/03/22-x/
https://www.instagram.com/stehsatz/

Absolventen und Studierende des Fachbereichs Game Design stellten – wie schon in den Vorjahren – im ersten Obergeschoss aus. Das Projekt-Konzept des Fachbereichs spiegelt sich in der Komplexität und in der konzeptuellen Basis der unterschiedlichen Projekt-Arbeiten wider. Gezeigt wurde ein vielfältiges Spektrum von Bachelor- und Semester-Arbeiten aus den Bereichen Sounddesign, Leveldesign, Art und Programmierung sowie eine Reihe von Projektarbeiten, u.a. auch „Cubiverse“, das als bestes Nachwuchskonzept beim Deutschen Computerspielpreis 2016 nominiert ist.

Das 3D-Multiplayer-Rennspiel „Demolition Disaster“ fand fast durchgängig ehrgeizige und hochkonzentrierte Mitspieler. Darüber hinaus konnten auch andere in den Semesterprojektphasen entstandene Spiele getestet und kommentiert werden: das 3D-Adventure Game „Memorium“, das Android Puzzle Game „Mother Earth”, das Multiplattform-Action-Rollenspiel „DareDino“ und der 2D-Arena Fighter „Dodgimals“.

Bis in die späten Abendstunden fand auch das Brettspiel „Game of Vaults“, das Studierende aus dem ersten Semester realisiert hatten, enthusiastische Anhänger.

Ebenfalls im ersten Obergeschoss gaben Studierende aus dem Fachbereich Digital Film Design Einblicke in die Entwicklung von Animations- und VFX-Sequenzen und präsentierten Ergebnisse aus den Projektphasen im Studium. So erklärten die Studierenden Martin Reitwießner und Nora Hänsenberger ihren zahlreichen Besuchern den Entstehungsprozess von 3D-animierten Filmen mit Realfilm-Aufnahmen vom Konzept bis zum Endprodukt anhand ihrer Projekte „Schiffe Versenken“ und dem amüsanten Plot „Milk Gone Bad“ aus dem dritten Semester. Auch Erstsemester-Arbeiten mit Fokus auf 3D-Modeling und 2D-Animation waren vertreten.

Der Fachbereich Modedesign lässt sich jedes Jahr etwas Neues einfallen. War es vor zwei Jahren ein Tableau Vivant, im letzten Jahr eine Live Performance im Rahmen der Ausstellung von Semester- und Abschlusskollektionen, so konnten die Besucher in diesem Jahr ein Casting für die am 6. April im Bayerischen Nationalmuseum stattfindenden MD.H Modenschau erleben. Darüber hinaus gaben die diesjährigen Absolventinnen Einblicke in ihre Abschlusskollektionen.

Visuelle Eindrücke der Werkschau finden Sie hier: Flickr

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