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Spektakuläres Ambiente für die 2. Modenschau der MD.H München

Das Bayerische Nationalmuseum bot gestern Abend rund 500 Gästen eine atemberaubende Kulisse für die Show der Bachelor-Kollektionen sowie für ausgewählte Seminararbeiten aus dem Studium Modedesign an der MD.H. Die herrschaftlichen und stimmungsvoll ausgeleuchteten, großzügigen Treppenaufgänge wurden zum Laufsteg für 60 Models.

Dem diesjährigen MD.Hcatwalk liegt eine Kooperation mit dem Bayerischen Nationalmuseum aus dem Jahr 2015 zugrunde, bei der die Studierenden einen Blick in das historische Kostümarchiv werfen durften und aus denen moderne Interpretationen der barocken Themen entstanden sind.

Den ersten Teil des MD.Hcatwalks bildeten ausgewählte Ergebnisse aus verschieden Entwurfs- und Projektphasen von 2. bis zum 6. Studiensemester. Sie gaben einen Einblick in die Entwicklung der Studierenden von den ersten Gehversuchen der Gestaltung bis hin zu konzeptionell ausgearbeiteten Kollektionen.

Besonders auffällig waren dabei die – teilweise sehr frechen – Ergebnisse aus der Projektphase „16|19|21 Barock Revisited“, die auf der Zusammenarbeit mit dem kostümhistorischen Archiv des Bayerischen Nationalmuseums und mit dem Kostümhistoriker des Museums, Dr. Johannes Pietsch, entstanden sind. Inspiriert von zwei Schauben aus dem 16. Jh. und 19. Jh. entstanden moderne Interpretationen für die heutige Zeit.

Besonders ästhetisch präsentierten sich die Ergebnisse aus der Projektphase des Hauptentwurfes im 6. Semester zum Thema „Bauhaus Goes Street“, bei dem sich die Studierenden mit den wichtigsten gestalterischen Strömungen des Bauhaus auseinandergesetzt und eigene Geschichten und individuelle Kollektionen kreiert haben, die Sportswear und Pret-á-Porter-Mode miteinander vereint und eine zeitgemäße Übersetzung der Gestaltungsphilosophie aus den 1920er Jahren darstellt. Hier konnte man den ein oder anderen Gast belauschen, der sein Lieblingsteil an den vorbeischreitenden Models für sich entdeckt hat.

Als Höhepunkt der Show wurden insgesamt 11 Bachelor-Kollektionen auf den Catwalk geschickt, die eine große Bandbreite an Themen widerspiegeln: von sportiven Themen wie die Kollektionen „first serve – tennis to the streets“ von Amalie von Schubert oder „8848m moving to high altitude“ von Jessica Gardener über exotische und florale Anmutungen wie „namaste“ von Jaqueline Rumpf, „flowers in december“ von Jasmin Schulz , ethnische Inspirationen wie „amerindian“ von Nathalie Quadt, „skandinavian architecture“ von Amelie Lefeber oder „the invisible circle“ von Trang Pham bis zu scheinbar zeitlosen Themen wie die Kollektionen „la vie en jaune“ von Laura Bauer, „metamorphose“ von Anja Brem, „time (is) less“ von Lisa Haas und „exposed“ von Deborah Wohlleben.

Die Siegerkollektion des ersten „Münchner Modepreises 2016“ der MD.H Absolventin Natalie Schenkel war im Foyer ausgestellt.

Die Gäste zeigten sich begeistert von der aufwändigen Gesamtinszenierung des MD.Hcatwalks. Die 50 Damen- und 10 Herren-Models folgten – mal barfuß, mal auf High Heels – bei passender musikalischer Untermalung einer Choreografie über insgesamt vier Treppen und zwei Stockwerke. Visuell wurde die Show unterstützt von großflächigen digitalen Präsentationen und der medialen kalligrafischen Arbeit von Paul Kistner, Bachelor-Absolvent aus dem Fachbereich Mediadesign, dessen kalligrafisch erzeugte Melodien die Präsentation der Kleider zu „Draping is Fantasy“ wirkungsvoll unterstützt hat.

Besonders kreativ haben sich auch Teresa Henselmann und Felix Kaiser engagiert. Teresa Henselmann ist eine junge Komponistin, die, inspiriert durch die Kollektionen der Studierenden, eine Filmmusik für den Laufsteg komponiert hat. Felix Kaiser hat ein Konzept und Illustrationen für die Plakate und Flyer entwickelt. Die Illustrationen beziehen sich auf die Kollektion „16|19|21“ und das Interieur des Bayerischen Nationalmuseums.

Ein großes Helferteam von Studierenden der Fachbereiche Modedesign, Modemanagement und anderer Studiengänge der MD.H unter der Leitung von Prof. Arnold Gevers und Prof. Iris Eisenkolb hat die komplette Planung, Organisation und Durchführung des MD.Hcatwalk gemeistert. Die Gäste, Akteure, Hochschulleitung und das involvierte MD.H Team waren begeistert von dem stimmungsvollen Ambiente, von den zauberhaften, interessanten und kreativen Kollektionen sowie von der gelungenen Gesamtorganisation. Unser Dank geht auch an das Bayerische Nationalmuseum für die Gelegenheit, Geschichte und Moderne auf so stimmungsvolle Weise zu verbinden.

 

 

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