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MD.H Studierende aus dem Fachbereich Media Design gestalten in Zusammenarbeit mit heye drei Plakate für die Münchner Philharmonie

Im Zuge einer Projektkooperation der renommierten Agentur heye und dem Fachbereich Media Design an der Mediadesign Hochschule durften Studierende aus dem 2. Fachsemester unter Leitung von Prof. Sybille Schmitz ihre Plakatentwürfe und Konzepte für das Winterprogramm an der Münchner Philharmonie pitchen. Drei Studierende setzten sich mit ihren Überlegungen und den entstandenen Entwürfen durch.


Bruckner Plakat

Das erste Plakat aus dieser Reihe stellen wir Ihnen heute vor. Es ist das Plakat zu einer Konzertreihe von Anton Bruckner, die am 14. Dezember den Auftakt macht und von Lucas Wurzacher gestaltet wurde.
Im Folgenden die Konzeptidee des Studenten:

Titel: Unvollendet
Zerrissen, rau, unvollkommen. Vielleicht würde Anton Bruckner so seine 9. Sinfonie beschreiben. Was für normale Hörer ein musikalisches Meisterwerk ist, empfindet der Perfektionist Bruckner wahrscheinlich als ein unfertiges Werk. Stetig perfektionierte er seine Werke, auch im Nachhinein. So musste seine Neunte mehrere Jahre ruhen, da Bruckner an älteren Sinfonien arbeitete.
Die ungleichmäßige, mit Fehlern übersäte, aber trotzdem ansprechende Farbfläche stellt die 9. Sinfonie unter Bruckners selbstkritischem Blick dar. Immer wieder sah er Verbesserungsmöglichkeiten, um ein Meisterwerk zu schaffen, das seinen Ansprüchen genügte. Konnte dies aber durch seinen Tod nicht mehr zu Ende bringen. Aus der Fläche wurde ein zentrales Stück herausgerissen, so wie Bruckner auch durch den Tod aus seinem Leben und seiner Arbeit gerissen wurde. Dieses Loch stellt die fehlende Komposition des 4. Satz der Sinfonie dar, die Bruckner jedoch nicht mehr fertigstellen konnte. Durch dieses Loch wird zerknülltes Papier sichtbar, welches die vielen Versuche Bruckners symbolisierten soll, die normalerweise bei seinen vollendeten Werken gar nicht zum Vorschein kommen.

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