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Munich International School besucht den Studiengang Game Design

20 Viertklässler der Munich International School wollten für ein Schulprojekt mehr über Spielentwicklung erfahren. Bereitwillig standen Prof. Dominik Mieth und drei Studenten aus dem Bachelorstudiengang Game Design an der MD.H München Rede und Antwort.

Die Schüler brachten bereits eine Menge Fragen mit, einige davon sehr konkret. „Ich war überrascht, wie viel die Kinder schon im Vorfeld zum Thema recherchiert haben,“ resümiert Dominik Mieth „einige der Fragen hätten auch aus einer Infoveranstaltung des Studiengangs kommen können, zu der Abiturienten erscheinen.“

younggamers

Um den Schülern echte Game Developer als Gesprächspartner zu präsentieren lud der Professor drei Studenten aus einer achtköpfigen Projektgruppe im dritten Semester ein. Die meisten Fragen wurden von den drei herangehenden Spielemachern beantwortet, die den Schülern im Gegenzug ihr aktuelles Spielprojekt vorführen durften: Das Spiel „Zero G Run“ konnte dabei schnell die Aufmerksamkeit der Grundschüler binden. In dem leicht zu erlernenden Spiel für Smartphones und Tablets versucht ein Astronaut in der Schwerelosigkeit die Kollision mit anderen Objekten zu vermeiden, indem er sich mit einem Traktorstrahl an vorbeifliegende Asteroiden hängt.

„Wie seid ihr auf die Idee mit dem Traktorstrahl gekommen?“ ist eine der ersten Fragen, die Dominic Gallmann beantwortet, der als Game Designer an dem Projekt arbeitet. „Das hat eine Weile gedauert. Ursprünglich gab es andere Ideen, die wir ausprobiert haben. Die haben wir dann aber verworfen, weil es einfach nicht so funktioniert hat, wie wir uns das gedacht hatten. Geblieben ist von dem ersten Konzept eigentlich nur, dass man es als Astronaut in der Schwerelosigkeit vermeiden muss, mit anderen Dingen zusammenzustoßen.“

Viele Fragen drehten sich auch um Programmierung, etwa welche Programmiersprache für die Spieleprogrammierung benutzt wird. Im Fall von „Zero G Run“, das auf Basis der Unity Engine entstanden ist war es C#. Oder ob es wichtig ist, schon in der Schule programmieren zu lernen. „Ich finde es sehr wichtig schon früh damit anzufangen“, sagt Matthias Lutz, der das Projekt als Producer betreut, „ihr wachst noch mehr als wir in einer digital fokussierten Welt auf, in der Software immer wichtiger wird. Da ist es schon von Vorteil, wenn man weiß, wie ein Computer funktioniert.“

Das Interesse, nicht nur Spiele zu spielen, sondern auch zu verstehen, wie sie funktionieren und gemacht werden scheint bei den jungen Besuchern jedenfalls vorhanden zu sein! „Es war für beide Seiten ein spannender Vormittag!“ fasst Dominik Mieth zusammen. „Für die Studenten ist es immer spannend, ihre Projekte neuen, unverbrauchten Testern zu zeigen und die Reaktionen zu beobachten. Kinder in dem Alter achten auf ganz andere Dinge, als die jungen Erwachsenen, die normaler Weise an der Hochschule unterwegs sind.“

„Sie haben sich viel mehr über Kleinigkeiten gefreut, die im Spiel passieren, etwa bestimmte Extras, die im Spiel auftauchen“, bestätigt Dominic Gallmann „das haben wir so extrem bei den erwachsenen Testern nicht beobachtet.“

Wer sich ebenfalls für den Studiengang interessiert kann eine Infoveranstaltung besuchen oder im Rahmen eines Workshops im Bereich Grafik, Design oder Programmierung selbst die Hand anlegen.

Außerdem sucht das Team von „Zero G Run“ noch Betatester für das Spiel! Interessenten mit einem Android Smartphone können die E-Mail Adresse ihres im Play Store registrierten Gmail-Accounts an die Adresse zero-g-beta@noxigard.com schicken, damit die Studierenden den Betazugang für diese Accounts freischalten können.

(Bild von Dominik Mieth)

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