Campus

Marketing Innovation Day 2014 – Marketing in Echtzeit

„Content is king aber context is KingKong“,

mit diesen Worten startete der MID mit einem Beitrag von Dietmar Dahmen, der sich selbst als Querdenker und Inspirateur versteht. Marketing in Echtzeit über die Verknüpfung von Big Data zu individuell, auf den einzelnen User zugeschnittenen Bedürfnispaketen ist heute nicht nur möglich, sondern wird die Märkte von morgen maßgeblich bestimmen.

Vortrag am Marketing Innovation Day 2014

Vortrag am Marketing Innovation Day 2014

Das löst geradezu kleine Revolutionen aus, die uns in Unternehmen und Institutionen zum Umdenken nötigen und gänzlich neue Marketing-Strukturen und Strategien erfordern. Um zu überleben, mussten sich in der Evolutionsgeschichte immer wieder diverse Spezies veränderten Lebensumständen anpassen. Dieser Prozess der Adaption, des Lernens und des Wandels führte letztlich dazu, dass wir heute aufrecht gehen und auf dem Weg vom Homo Sapiens zum Homo Superior an der Optimierung unserer physischen Erscheinung arbeiten. Unternehmen müssen jetzt lernen, dass sich unser „Umgebungsbewusstsein“ stark erweitert hat, vom first screen zum second screen zum multi screen – von analog zu digital zu multimedial.

Das Experiment „Google Glass“ macht vor, wohin die Reise geht!

Sensoren erheben unsere physischen Daten und steuern unser Verhalten in Bezug auf Bewegung, Ernährung, Reise, Kauf, Liebe. Unternehmen helfen uns also dabei, Informationen so zu filtern, dass sie auf unsere Bedürfnisse und Wünsche zugeschnittene Anregungen und Angebote enthalten. Klingt gut, oder? ABER – in dem Moment, wo wir unsere Daten freigeben, wird unser Verhalten für Unternehmen prognostizierbar und unsere Gedanken lenkbar. Die Unternehmen von morgen wissen also praktisch vor uns, was wir wollen und lieben, wovor wir Angst haben und was uns wichtig ist? Ja, denn was nach einer cineastischen Utopie klingt, ist bereits banale Realität.

Ein Beispiel: Wenn die Sensoren unseres Fuel Bands „müde“ anzeigen, weisen uns Real Time Services im Auto daraufhin, wo das nächste Mc Café oder der nächste Starbucks an der Autobahn warten und wenn das Benzin knapp wird, kämpfen Aral und BP mit einem digitalen „Best Price Offer“ um unsere Gunst.

Daten sind schon heute die wichtigsten Marketing-Tools. Das Erfassen, Bewerten und Kanalisieren der Datenströme wird aber zukünftig unsere Kultur bestimmen und zur Kunst erhoben. Wer also in der Lage ist, Daten individuell, sinnvoll und kreativ zu verknüpfen, hat die Macht! Es geht längst nicht mehr um Medienkanäle und Marketingmassnahmen, es geht um Networks! Creator Networks schlagen Social Networks, Commerce mischt sich digital und real, denn der Kunde ist heute „always on“.

ein Vortrag über unser "offline"-Verhalten am MID 2014

ein Vortrag über unser „offline“-Verhalten am MID 2014

B2B ist tot, B2C ist tot, H2H ist die Philosophie von Morgen!

Wofür steht H2H? Für Human to Human. Das heißt Beziehungsmarketing, ganz persönlich wie bei Tante Emma nur viel größer, weltumspannend und omnipräsent. Der stationäre Handel braucht Online-Portale und die Onliner wie Zalando brauchen Reallife-Shops – digital und real, die Grenzen verschwinden immer mehr. Aus unserer Sammelleidenschaft und dieser Veränderung hat Payback ein erfolgreiches Geschäftsprinzip entwickelt, indem digitale Daten zu nicht-digitalen Kaufprozessen gesammelt werden. Letztlich geht es aber gar nicht um die Entscheidung für oder gegen das Sammeln und Bewerten von Daten, sondern um die ethisch, moralische Haltung im Umgang damit. Und das ist keine Generationenfrage, sondern eine kulturelle Frage. Mit der Marketing Revolution um Datenströme stossen wir eine gesellschaftliche Wertedebatte an, die alle einschliesst – die „Before“ und die „After“ Generation.

Dinge werden zu "Devices" ... ohne so auszusehen

Dinge werden zu „Devices“ … ohne so auszusehen