Alumni

Jahn Hummel, MD.H-Absolvent Gamedesign (B.Sc.) — Erfahrener 3D-Artist und leidenschaftlicher Digital Nomad

Wie sieht denn eigentlich der „typische“ Karriereweg eines Gamedesigners aus? Was heißt es, nach dem Studium die ersten Schritte zu machen?

Kann man als Gamedesigner nur in einem ganz bestimmten Feld arbeiten? Weit gefehlt. Das Studium Gamesdesign (B.Sc.) bietet viele Möglichkeiten, auf dem deutschen wie internationalen Arbeitsmarkt Fuß zu fassen.

Ein überzeugendes und ebenso sympathisches Beispiel dafür ist Jahn, der einerseits für internationale Kunden arbeitet, und der andererseits als freiberuflicher 3D-Artist von überall auf der Welt tätig sein kann – vorausgesetzt ist natürlich eine solide Internetverbindung.

Seine ersten professionellen Schritte im 3D-Modelling hat Jahn in einer Berliner Kommunikationsagentur gemacht, um zu dem Schluss zu kommen, dass er doch lieber spannenden Games Leben einhauchen will mit fantasievollen Szenerien in 3D. Manch einer will lieber fest angestellt sein, wohingegen Jahn es vorgezogen hat, freiberuflich zu arbeiten – gepaart mit der Freiheit zu entscheiden, an welchem Ort der Welt er sein will, um seine Kunden glücklich zu machen. Man nennt dies heutzutage Digital Nomad.

Natürlich braucht es dazu noch ein wenig mehr: Disziplin, eine strukturierte Vorbereitung und den Drive, sich verlässlich und mit sehr guten Ergebnissen einen Namen zu machen und Kunden zu gewinnen.

All dies vorausgesetzt, muss man sogar noch mehr lernen: wie stellt man eigentlich seine eigene künstlerisch-technische Leistung angemessen in Rechnung? Wie schafft man es, sich einerseits nicht unter Wert zu verkaufen und gleichzeitig ein wettbewerbsfähiges Angebot zu machen und den Kunden zu gewinnen und zu halten?

Diesen Spagat kennt jede*r Freiberufler*in und es gibt nicht das eine Patentrezept. Die eigene Leistung realistisch einschätzen zu können (ggf. in Rücksprache mit anderen Experten/Alumni/Dozenten/Karriereservice), das eigene akzeptable (Lebens-)Minimum für sich ermitteln und Erfahrungen sammeln…Und dann ein Angebot immer ein wenig höher ansetzen, um Verhandlungsspielraum zu haben. Eigentlich simpel, aber in der Realität dennoch nicht einfach, gerade am Anfang des Berufsweges. Umso besser, wenn man hier und da von Älteren lernen und Erfahrungen austauschen kann. Eine klare pragmatische Formel für die Gehaltsberechnung stellt Jahn im Interview auf.

Wer Jahn erlebt, fühlt, dass er seinen Berufsweg gleichermaßen leidenschaftlich und reflektiert geht. Ein tolles Vorbild für so viele, die ihm nacheifern werden.

Danke, Jahn. Viel Erfolg weiterhin!