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Agenturtag Design bei SERVICEPLAN im Haus der Kommunikation

Einen ganzen Nachmittag lang nahmen sich Matthias Schuster, Creative Director Art, Serviceplan Campaign 3, sowie Xenia Nikolakopoulou und Sabrina Eitner aus dem Bereich Recruiting und Talent Marketing der Serviceplan Gruppe Zeit, rund 30 zukünftigen Designern der MD.H München, einen Einblick in das Aufgabengebiet eines Art Directors und Tipps zu kreativen Mappen und Bewerbungen zu geben. Matthias Schusters authentische Art und seine Offenheit machten aus der Präsentation einen krönenden Jahresabschluss und ermutigte die Studierenden zu einem interaktiven Austausch.

 „Wie wird man Art Director?“ – Mit dieser Frage startete Matthias Schuster seinen spannenden Exkurs in die Werbewelt und durch wichtige Stationen seines eigenen Werdegangs. Zunächst erläuterte er, dass der Art Director (AD) zahlreiche Spezialisierungen haben kann: AD Editorial Design, AD Motion Design, AD Corporate Design, AD UX Design, AD Final Art, …. „Das Berufsbild des AD Werbung  dagegen ist super vielfältig“, betonte Schuster.

Die wichtigste Voraussetzung für einen Designer ist Leidenschaft. Sie kann im privaten Umfeld starten, sich über die ersten Agenturerfahrungen weiter entwickeln und von bestimmten Marken im Laufe der Jahre geprägt werden. Für Matthias Schuster ist Penny eine solche Marke. Für diesen Kunden entwickelte er beispielsweise ein Jubiläums-Logo, eine Kampagne zu Nachhaltigkeit mit Werbespot und Website, animierte Spots für den „Penny Give Bag“ sowie ein provokantes Packaging Design für die umstrittenen „Schoko-Zipfelmänner“, das Auslöser für deutschlandweite Diskussionen über Toleranz war, oder einen vollanimierten 3D-Spot als Weihnachtskampagne.

Ein weiteres Highlight seines kreativen Schaffens war das Mitwirken an einer awardprämierten Idee: Die „Iceberg Songs“. Das Todeslied schmelzender Eisberge ist Teil einer UN-Kampagne zum Klimaschutz und wird weltweit verbreitet über die Communitys bekannter Musiker, die die traurigen Lieder in eigene Kompositionen integrierten.

Damit war das Fazit gut verdeutlicht: „Für diejenigen, die viele unterschiedliche Themen machen wollen, ist die Werbung toll“, meinte Schuster.

Es folgte ein Einblick in die Prozesse und Arbeitsschritte bei der Entwicklung einer Kampagne und mündete in sechs persönliche Erkenntnisse, die einen guten AD ausmachen:

  1. Inspiration gibt es überall.
  2. Nutze Dein Umfeld, um das Ergebnis noch besser zu machen.
  3. Höre nie auf zu lernen.
  4. Mut zur Hässlichkeit. Probiere alles aus und teste Grenzen aus.
  5. Pass Dich nicht an.
  6. Verliere niemals den Spaß am Gestalten.

Auch beim Thema Portfolio hatte Matthias Schuster klare Vorstellungen. Hier ging es Matthias Schuster um Schlüsselkriterien für ein erfolgreiches Portfolio:

  • Erzähle, wer Du bist mit einer Geschichte.
  • Was kannst Du besonders gut?
  • Zeig die Idee hinter dem Design.
  • Fünf gute Projekte sind besser als zehn durchschnittliche.
  • Zeig Deine Leidenschaft.
  • Kurz und knapp und die Arbeiten bestmöglich inszenieren.
  • Der Fokus liegt auf Deinen Arbeiten.
  • Zeig, wie Du arbeitest.
  • Bring Dein Portfolio immer mit zu einem Gespräch.
  • So, wie Du bist, bist Du am besten.

Auch einen Buchtipp hatte er noch für die Studierenden: „Kribbeln im Kopf“, Kreativitätstechniken & Braintools für Werbung & Design, von Mario Pricken.

Eingerahmt wurde die fachliche Präsentation durch das kompetente Recruiting-Team, die die Vorstellung der renommierten Agenturgruppe mit aktuell rund 4.400 Mitarbeitern weltweit und einer von Offenheit und Augenhöhe geprägten Philosophie übernahmen sowie Einblicke in Bewerbungsprozesse und zum Berufseinstieg gaben. Auch hier wurden die Erwartungen an einen passenden Mitarbeiter oder Mitarbeiterin klar formuliert: Neugierig soll er oder sie sein, über den Tellerrand hinausschauen, proaktiv, analytisch, präsentationssicher (Feedbackkultur, Teammeetings), dynamisch und flexibel, denn der Werbemarkt unterliegt einer ständigen Veränderung.

Bei den Studierenden und Auszubildenden kamen die Ausführungen sehr gut an, und man konnte spüren, dass der ein oder die andere bereits begann, über den Tellerrand zu blicken.

Mehr über Serviceplan: https://www.serviceplan.com