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Berufung von Dr. Christoph Minnameier zum Professor für Gamedesign an der Mediadesign Hochschule München

Bevor Dr. Christoph Minnameier in einer furiosen Antrittsvorlesung seine herausragende Kompetenz im Bereich „Künstliche Intelligenz“ nachwies, zeigte er mit dem ungewöhnlichen Titel „Two pizzas sitting on top of a stove top oven and a goblin archmage casting a fireball“ (Übersetzung aus dem Englischen: „Zwei Pizzen, die auf einem Backofen sitzen und ein Magier, der einen Feuerball zaubert“) seinen Sinn für tiefgründigen Humor.

Prof. Dr. Christoph Minnameier vor seiner Antrittsvorlesung an der MD.H München

Prof. Dr, Christoph Minnameier vor seiner Antrittsvorlesung an der MD.H München

Stellvertretend für Künstliche Intelligenz in der Forschung stellte er einige Beispiele vor (den Schachcomputer „Deep Blue“, die iPhone Assistentin „Siri“ und autonome Fahrzeuge) und erläuterte, warum diese nicht unserem alltäglichen Anspruch an menschliche Intelligenz genügen.

Im Gegensatz dazu führte Dr. Minnameier neuronale Netze wie Deep Mind / DQN an, die kein Vorwissen über das zu lösende Problem besitzen und mit der Technik des „Reinforcement Learning“ selbstständig lernen. Die KI „Deep Mind“ könnte im Prinzip mittels derselben Technik, ausgestattet mit einer Kamera und einem Greifarm, lernen, Gegenstände nach Farben in Kisten zu sortieren. Auch sind diese Systeme inzwischen in der Lage, Gegenstände auf Fotos eigenständig zu erkennen und zu benennen, was aber manchmal zu skurrilen Ergebnissen führt. So z. B. die im Titel erwähnten Pizzen, die auf einem Backofen „sitzen“.

Anschließend wurde der Bereich Künstliche Intelligenz in Computerspielen beleuchtet. Dr. Minnameier verdeutlichte, dass in diesem Bereich ganz andere Anforderungen an Künstliche Intelligenz gestellt werden. Da Spiele Zeitvertreib sind, zielt die KI vor allem darauf ab, „Spielspaß“ zu erzeugen. Für die Beurteilung einer KI ist dabei oft die Wahrnehmung der KI durch den Spieler relevanter als die ‘Leistungsfähigkeit’ der KI.

Nachdem Dr. Minnameier souverän einige weiterführende Fragen der Hörerschaft beantwortet hatte war es dann soweit. Arnim Zubke, der Kanzler der Mediadesign Hochschule, berief Dr. Minnameier unter großem Applaus zum 40. aktiven Professor an der Mediadesign Hochschule.

Dr. Minnameier promovierte nach seinem Informatikstudium an der Universität Mannheim. Von 2010 bis 2013 arbeitete er als Programmierer im Bereich Künstliche Intelligenz bei der Firma Coreplay in München. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Nebenläufigkeitstheorie und Komplexitätstheorie.