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„Die Wölfe siegen“! – Der VfL Wolfsburg ist Trikotmeister der Bundesligasaison 2018/19

Düsseldorf, den 14.08.2019 – Auch in diesem Jahr fand der von der Mediadesign Hochschule ins Leben gerufene Wettbewerb „Trikotmeister“ statt. Alle 18 Clubs der 1. Fußballbundesliga Herren wurden wieder eingeladen, ihr Saisontrikot einzureichen und sich damit der Jury, die aus Dozenten und Studierenden aus dem Fachbereich Modedesign der MD.H Düsseldorf besteht, zu stellen.

Zum zwölften Mal wurde das beste Mannschaftstrikot der Saison bestimmt. Unter der Leitung von Prof. Martina Becker setzte sich am 08. August 2018 der VfL Wolfsburg souverän durch. Die Wölfe überzeugten die Juryteilnehmer mit sportlichem Grün und gewannen damit zum ersten Mal den Titel des Trikotmeisters!

Sie punkteten in den Kategorien Gesamteindruck des Outfits, Innovation/Design, Labeling/Farbharmonie, Funktionalität (Material/Details), Verarbeitung/Passform/Schnitt und Nachhaltigkeit. Besonders dieser letzte Punkt lag der Jury sehr am Herzen. Erfreulicherweise entwickeln immer mehr Sportartikelhersteller nachhaltige Konzepte für ihre Kollektionen.

Auffällig in dieser Saison ist der Trend zu einer meist ruhigen und tonigen Optik. Grafische Muster, Längs- oder Querstreifen, die zum Teil aus feinen, unterbrochenen Streifen bestehen, sind farblich meist dezent abgestimmt. Ein besonderes modisches Gespür haben Wolfsburg und Frankfurt gezeigt, die durch schöne Farbkontraste eine besondere Note erzielen konnten. Hertha BSC setzt mit einem blockigen Längsstreifenmuster im Alleingang auf noch mehr Kontrast. Ansonsten tummeln sich unter den 18 Trikots der 1. Fußballbundesliga entweder Unis oder dicke Blockeinsätze auf Brust und Schultern in unterschiedlichen Varianten.

Neben dem Gewinner der vorherigen Saison, RB Leipzig, konnten sich zuvor Vereine wie Borussia Dortmund, der FC Ingolstadt, Bayer 04 Leverkusen und Hannover 96 mit dem Titel des Trikotmeisters schmücken.

Spritzig kommt es rüber, das neue Siegertrikot! Innovation in der Farbkombination überzeugt und setzt sich damit gegenüber den anderen Vereinen durch. Cool und dynamisch, ein dezenter Eyecatcher, nicht laut, sondern mit Understatement. Nicht überladen, aber mit schönen Details im Ausschnitt und Nacken. Das Handwerkszeug ist nicht neu, nur gekonnt eingesetzt. Eine gelungene Weiterentwicklung des Trikots der letzten Saison. Trotz eingeschränkter Fernsehtauglichkeit aufgrund der in X-Form gedruckten Streifen auf dem Vorderteil fährt dieser Dress ganz klar in der Pole Position!

Dicht auf den Fersen des Siegers setzte sich die Eintracht Frankfurt auf Platz 2 durch. Ganz in Schwarz mit dunkelgrauen Längsstreifen dezent und elegant wie immer. Der VfB Stuttgart belegt in diesem Jahr in Weiss-Rot den dritten Platz.

Der Vorjahressieger RB Leipzig rutschte mit seinem flammenden Schulterdruck auf den 8. Platz ab. Hertha BSC und TSG 1899 Hoffenheim konnten die Jury nicht überzeugen und bilden somit die Schlusslichter.

Für weitere Informationen zum Trikotmeisterwettbewerb und zur aktuellen Rankingliste der Bundesligavereine finden sich unter kontaktieren Sie bitte:

Prof. Britta Wiemer
b.wiemer@mediadesign.de

Prof. Martina Becker
m.becker@mediadesign.de

Tel. 0211 179393-0
www.mediadesign.de

Die Studienstandorte der Mediadesign Hochschule:

Franklinstraße 28-29 10587 Berlin, Tel.: 030/399266-0, info-ber@mediadesign.de

Werdener Straße 4, 40227 Düsseldorf, Tel.: 0211/179393-0, info-dus@mediadesign.de

Claudius-Keller-Straße 7, 81669 München, Tel: 089/450605-0, info-muc@mediadesign.de

Die Rankingliste 2018

1. Wolfsburg

So sehen Sieger aus! Frisches Grün auf dunklem Fond hat die Jury der Mediadesign Hochschule überzeugt. Die Weiterentwicklung des Trikots der letzten Saison ist gelungen. Das moderne Nike Template mit dem typisch dynamischen Halsausschnitt und dem 3-farbigen Einsatz im Nacken sorgte für Punkte. Die unregelmäßig verlaufenden Streifen als X auf der Brust in frischem Grün zum dunklen Trikot kommen dezent aber trotzdem ansprechend rüber. Das passende Nike-Logo unterstützt die frische Optik. Harmonisch eingebunden sind alle Sponsorenlogos und auch das gedruckte Wappen der Stadt Wolfsburg im inneren Nackenbereich zeugt von einer Liebe zu Details. Für ausreichend Funktion sorgt das recycelte DRI-FIT Material. Schwitzen kann somit Spaß machen.

2. Eintracht Frankfurt

Elegant wie schon so oft in Schwarz läuft Frankfurt auf. Auch hier Längsstreifen, in Dunkelgrau, die sich in ihrer unterbrochenen Optik prima ins Shirt einfügen. Sehr stylish und ohne überflüssige Details. Dieses Trikot hat Potenzial, auch zu anderen Gelegenheit getragen zu werden, ohne gleich als Fußballtrikot enttarnt zu werden. Auch hier wieder mehr Nachhaltigkeit durch recyceltes Dri-FIT-Funktionsmaterial, ein verdienter Platz 2.

3. VfB Stuttgart

Bronze für Stuttgart. Zum 125-jährigen Vereinsjubiläum punktet das traditionelle Trikot von Stuttgart und belegt einen hervorragenden 3. Platz. Frisch und sportlich mit schönen Details wie einem geprägten Vereinslogo auf der linken Brust und weiß-rote Ärmelbündchen und V-Ausschnitt unterstützen den obligatorischen Balken auf der Brust. Das VfB-Wappen und auch der Sponsor fügen sich problemlos ein. Funktionelle Netzeinsätze über den Schultern machen das Shirt zu einer runden Sache!

4. Hannover 96

Rote Ton-in-Ton Streifen überziehen das Vorderteil in dezenter Diagonaloptik. Viel sportlicher und ohne den Polokragen aus dem letzten Jahr wirkt das neue Trikot jetzt dynamischer und viel stimmiger. Und das wird von der Jury mit dem 4. Platz belohnt. Die weißen Sponsorenlogos und der Schulterlogoprint sind gut integriert und versorgen das Trikot mit viel Frische. Ob Profi oder Fan, das Trikot bleibt in der gleichen Ausführung. Ein weiterer Pluspunkt. Schön gemacht!

5. Fortuna Düsseldorf

Aufgestiegen in die 1. Fußballbundesliga läuft Fortuna in Rot auf den Platz mit dickem dominierenden weißen Balken in V-Shape auf der Brust, der als Eyecatcher unübersehbar ist. Gesichert haben sich die Düsseldorfer schon einmal den 5.Platz in der Trikotmeister-Liga! Die weinroten Abschlüsse an Hals, Saum und Ärmeln passen gut als Akzent zum Shirt und Liebe zum Detail ist ganz verdeckt zudem im inneren Nackenbereich zu erkennen. Dort ist das Foto der Aufstiegsmannschaft 1966 aufgedruckt. Wenn das kein toller Start in die 1. Bundesliga ist?!

6. Bayer 04 Leverkusen

Obligatorisches Schwarz, die Streifen der Werkself rutschen aus der Diagonalen der letzten Saison in einen dicken Blockstreifen auf der vorderen Mitte, der vom Ausschnitt bis zum Trikotsaum reicht, eingerahmt mit weißen Paspeln. Hartes Statement! Dazu ein schlichter Rundhals, der etwas sehr schmal wirkt. Rot-Weiße Kontrastringel an den Ärmelbündchen. Nackendruck innen und außen als nettes Detail gab den ein oder anderen Punkt.

7. BVB Dortmund

Dortmund rutscht von Platz 2 auf Platz 7 ab. Weg von Streifen, hin zum klassischen Colourblock überzeugt nicht so ganz. Die Betonung des Trikots des BVB liegt in dieser Saison auf den Schultern. Tweedoptik in Schwarz. Interessant die dünnen geprägten Diagonalstreifen auf dem Vorderteil. Basic im Vergleich zur Detailliebe der letzten Jahre. Funktionelles Dry-Cell-Material sorgt für Komfort. Das geht besser!

8. RB Leipzig

Der Sieger aus der Saison 17/18 bleibt bei der Betonung der Schultern, diesmal in roter Flammenoptik anstatt Rautenmuster auf weißem Grund. Wieder ein Eyecatcher und noch ein Stückchen aggressiver. Schön hier der Nike-Rundhalsausschnitt, der zusammen mit den roten Logos einen starken Kontrast bildet. Auch hier wieder funktionelles und recyceltes DRI-FIT-Material.

9. SC Freiburg

Ein mittlerer Platz für die Schwarzwälder Elf. Klassisch in Rot-Schwarz erinnert das Trikot etwas an eine andere Sportart, dem Handball. Tonige Längsstreifen auf dem Vorderteil verschwinden optisch unter dem Schwarzwaldmilch-Sponsorenlogo der Freiburger. Die seitlichen schwarzen Netzeinsätze sorgen für Funktion und Kontrast. Das prägnante Hummel-Logo als Stilelement fügt sich problemlos in das Design ein. Die Kontrastpaspeln an den Säumen, das bedruckte Nackenbändchen und auch die Prägung des Gründerjahres „1904“ gaben Punkte. Während der schwarze Einsatz am vorderen Halsausschnitt, der zu gewollt wirkt und besser die Kolorierung des Vorjahrestrikots hätte haben können und auch die Preiserhöhung von EUR 5,–/Trikot Punktabzüge gaben. Toll wäre es, dem Beispiel von Werder zu folgen und etwas Farbe aus dem Sponsorenlogo zu nehmen!

10. FC Bayern München

Das einzige adidas-Trikot der 1. Bundesliga auf Platz 10! Der rote Dress der Bayern mit tonigem Rautenmuster und dunkelblau abgesetzten Ärmelbündchen wirkt nicht modern genug. Auch der doppelte V-Ausschnitt ist nicht neu. Die eng anliegende Passform und das Climalite Funktionsmaterial sind wie immer top!

11. Werder Bremen

Auf Nike folgt Umbro! Basic statt Innovation. Colourblock in Grün-Weiß. Etwas verspielt der Ringelrundhals und etwas folkloristisch die Umbro-Bordüre am Ärmelsaum. Die Idee an dieser Stelle ein Sponsor-Labeling unterzubringen ist geschickt, die Ausführung könnte raffinierter sein. Da wünscht sich das Designerauge etwas mehr Dynamik! Hier wäre weniger mehr. Toll gelöst allerdings und DANKE an den Sponsor! Das Wiesenhof-Logo auf der Brust integriert sich in dieser Saison wunderbar. Davon bitte auch bei anderen Vereinen mehr! Corporate Identity hin oder her.

12. 1. FSV Mainz 05

Ganz im Rot der Vereinsfarbe tritt Mainz ruhiger und klassischer als in der letzten Saison an und steigt von Platz 15 drei Plätze nach oben. Mittig auslaufende tonige Querstreifen in dunklerem Rot bringen Ruhe, etwas Weiß am Rundhals und am Saum Akzent. Punktabzug wegen Preiserhöhung!

13. FC Schalke 04

„Neue Saison, neuer Style beim S04“, so wirbt Schalke für sein neues Trikot. Das Umbro Template in Königsblau überzeugt die Jury leider nicht. Zwar ist die Idee, Hammer und Schlägel als symbolische Verbundenheit zum Bergbau als Druckmotiv zu verwenden, ganz schön, trotzdem lässt der Gesamteindruck die Schalker nur auf Platz 13 zurückfallen. Der weiße V-Halsausschnitt ist zu einfallslos und das Umbro-Band an den Ärmelabschlüssen kommt auch hier gar nicht gut an. Pluspunkte für Funktionsmaterial und -details und dem „Wir leben dich“ Nackendruck. Die Idee einen Chip in das Logo zu integrieren, mit dem man in der VELTINS Arena bargeldlos bezahlen kann, ist im Zeitalter der „smart products“ super!

14. 1.FC Nürnberg

Der Aufsteiger der Saison ist leider nicht der Aufsteiger am Designerhimmel. Das Umbro-Template diesmal in Dunkelrot mit tonigen Diagonalstreifen. In Kombination mit dem dunklen Kontrast an Ausschnitt und Knopfleiste wirkt das Trikot nicht dynamisch genug. Auch hier wieder das Umbro-Logoband, diesmal etwas dezenter als bei Schalke eingesetzt, wird aber trotzdem dadurch nicht schöner. Positiv sind die Netzeinsätze unter den Armen, die für ausreichende Belüftung sorgen und das funktionelle Material.

15. FC Augsburg

Der FC Augsburg steigt in unserer Wertung einen Platz auf. Im neuen weißen Trikot mit zarten silbernen Querstreifenmuster kommen bedingt durch den rot-grünen Längsstreifen auf linker Brust Retro-Assoziationen des italienischen Autosports auf. Wäre da nicht das dicke Logo des „Versicherungssponsor“ auf der Brust, das uns vom Dolce-Vita Träumen abhält. Nicht überzeugend!

16. Hertha BSC

Relegationsplatz für die Berliner und damit drei Plätze nach unten. Die Optik der Längsstreifen ist zwar neu und hat auch eine Hinguckerwirkung. Beim näheren Anschauen aber fällt das Design bei der Jury leider durch. Komplettiert wird die Meinung noch durch das Sponsorlogo auf der Brust, das der Eyecatcher schlechthin ist und vom Design des Shirts ablenkt. Ziel erreicht für den Sponsor, Ziel verfehlt für den Verein. Ordentlich wie bei den anderen Vereinen das Nike-Template sowie das Dri-Fit-Material. Leider kommt das speziell entwickelte Material, das unter der Brust in ein Mesh-Material übergeht, um atmungsaktiver und bewegungsfreundlicher zu sein, nicht zur Geltung.

17. Borussia Mönchengladbach

Puma lässt die Borussen diesmal dezenter auf den Platz. Das Postbank Logo wird nicht mehr in das Design eingebunden, Ein grün-schwarzer Streifen betont jetzt nur noch die Schultern. Es überzeugt aber leider nicht und deshalb nur Platz 17.

18. TSG Hoffenheim

Hoffenheim kann leider mit seinem Basicshirt gar nicht punkten. Sorry, das geht besser! Da helfen auch keine 3D-Optik oder Silikon-Logos. Nett gemeint ist der Vereinsslogan „EIN TEAM. EIN WEG. EINMALIG.“ im Nacken, der die Fans zu einer großen Familie zusammenwachsen lassen könnte.