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INMITTEN KREATIV-Tage im Ruffinihaus

Das Ruffinihaus beherbergte von Mitte Oktober bis Mitte Januar Akteure aus allen elf Teilbereichen der Kultur- und Kreativwirtschaft. So wurde sichtbar, wie kleinteilig und unterschiedlich dieser Sektor ist: Musikwirtschaft, Buchmarkt, Filmwirtschaft, Rundfunkwirtschaft, Markt für Darstellende Künste, Kunstmarkt, Architekturmarkt, Designwirtschaft, Pressemarkt, Werbemarkt und die Software/Games-Industrie.
120 Kreativschaffende sind hier aufeinander getroffen, haben Tür an Tür gearbeitet, genetzwerkt und Synergien genutzt. Insgesamt wurden 50 Räume und drei Pop-up Stores vom Kompetenzteam Kultur- und Kreativwirtschaft vergeben.

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Professor Arnold Gevers, Dekan für den Studiengang Modedesign der MDH, zusammen mit Studienanwärterin Noemi Buchert und Abiturient Laurin Schuler im Ruffinihaus am11.01.2018.

Was genau hat es mit dem Atelier im Ruffini Haus auf sich? Wie kam es dazu?

Die Möglichkeit ein Atelier im Ruffinihaus zu beziehen, hat sich im Rahmen einer Zwischennutzung ergeben, die vom Kompetenzteam Kreativwirtschaft des des Referats für Arbeit und Wirtschaft der Stadt München organisiert wurde. Für einen Zeitraum von drei Monaten wurde das Haus, das mitten in der Innenstadt von München steht zu einem Quatier der Kreativen von München. Hierfür konnten viele Kreativschaffende gewonnen werden, die massgeblich das Bild von München gestalten.
Meine Idee mit dem MD.H Satellit war, den Studierenden die Möglichkeit zu geben über den Tellerrand des Studiums hinauszuschauen und die Möglichkeit zu haben, Menschen zu treffen, die sich ebenfalls für eine Karriere im Kreativbereich entschiedenen haben und hier selbstständig arbeiten. Außerdem ihre Projekte und ganz allgemein die Arbeit des Fachbereiches Modedesign einem designinteressierten Publikum vorzustellen.

Was ist das besondere am Studiengang Modedesign an der MD.H?

Das besondere an unserer Arbeit im Fachbereich Modedesign ist, dass wir den Studierenden die Feinfühligkeit für künstlerisches Arbeiten vermitteln und uns gleichzeitig sehr auf die Anforderungen des tatsächlichen Berufes eines Designers konzentrieren. Weniger das freie Experiment als viel mehr die Erarbeitung von guten Produkten und relevanter Designvorschläge stehen im Fokus. Die Leidenschaft für das Thema Mode steht im Vordergrund, aber immer mit Blick auf eine technisch gute Umsetzung, den Bedürfnissen von Benutzern und dem praxisnahen Verständnis für das Arbeitsfeld des Modedesigners.

In welchen Bereichen arbeiten die Modedesign Absolventen der MD.H und wie unterstützt die Hochschule sie dabei?

Die Absolventen der MD.H entscheiden sich meist entweder für einen weiterführenden Master oder für den Beginn ihrer Modekarriere in einem Unternehmen. Viele Absolventen haben Jobs in hiesigen Unternehmen wie Hallhuber, Laurel oder Bogner begonnen. Dabei werden sie nach vollen Kräften vom Karriereservice der Hochschule unterstützt. In jüngster Vergangenheit haben Absolventen auch den Sprung ins Ausland geschafft, wo sie ihre Ausbildung an renommierten Schulen wie das Central St. Martins in London oder die Domus Academy in Mailand mit einem Masterprogramm vervollständigen.

Was sind die Voraussetzungen, um in dieser Branche eine erfolgreiche Karriere zu starten?

Vorraussetzungen für eine erfolgreiche Karriere in der Modebranche sind natürlich die Leidenschaft für Mode und Kleidung im Allgemeinen, aber auch das Interesse daran, die Mechanismen der Gesellschaft in Bezug auf die Modewelt verstehen und gestalten zu wollen. Während des Studiums wird die Beschäftigung mit den handwerklichen Aspekten des Designberufes großgeschrieben, um wichtige Grundlagenkenntnisse für den späteren Berufsweg zu legen. Auch wenn man später als Designer meistens nicht selbst an der Nähmaschine sitzt, ist das Wissen über technische Umsetzung unersetzlich, deswegen ist auch das Interesse für Handwerk und Technik wichtig. Schließlich muss man sich bewusst machen, dass der Beruf des Designers weniger der eines Künstlers ist, als vielmehr der eines Dienstleisters. Deshalb muss man Lust darauf haben sich in andere Leute hineinzuversetzen und verstehen wollen, welche Themen eine Gesellschaft bewegt.

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Dekan Prof. Gevers im Ruffini Haus.