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MD.H Berlin: Frank Ringwald & Christian Malterer zu Professoren für Digital Film Design berufen

In ihren Antrittsvorlesungen entführten die angehenden Professoren für Digital Film Design/Animation Frank Ringwald und Christian Malterer ihre Zuhörer anhand unterschiedlicher Forschungsansätze in virtuelle Realitäten.

Frank Ringwald, Alexander Bretz, Christian Malterer

Frank Ringwald, Alexander Bretz & Christian Malterer (v.l.)

MICKEY MOUSE vs. IRON MAN – so lautete der Titel der Antrittsvorlesung von Frank Ringwald für die Professur im Fachbereich Digital Film Design an der MD.H Berlin. In seinem Vortrag spannte er den Bogen von den Anfängen des Animationsfilm in Form des Zeichentricks, über klassische Techniken aus dem Hause Disney, Stop-Motion und Animatronics bis hin zu den digitalen Animatonsworkflows à la Pixar. Unterstützt von zahlreichen Filmbeispielen aus der Praxis erläuterte er den Weg von der sichtbaren zur unsichtbaren Animation, wie sie aktuell in real gedrehten Comicverfilmungen, an der Schnittstelle zu VFX , Verwendung findet.

Frank Ringwald beschäftigt sich seit Ende der 90er Jahre intensiv mit den Themen 3d-Animation, Compositing und CD-Rom-Authoring.
Als freiberuflicher Digital Artist mit Arbeitsschwerpunkt 3d-Animation für verschiedene Kunden und Auftraggeber aus den Branchen Spiel- und Industriefilm, Werbung und Architekturvisualisierung u.a. auch als Mitgesellschafter der Fima FX-Garden GbR, arbeitete er neben seiner Tätigkeit als freier Dozent für 3d-Animation u.a. an der German Filmschool, der Babelsberg Filmschool und der MD.H Berlin.

Christian Malterer referierte in seiner Antrittsvorlesung „TRAVELS TO HYPERREALTY“ , angelehnt an einen Essay von Umberto Eco, über die Veränderung der Medienlandschaft durch innovative Technologien.
Anhand der Kernfrage „Wieviel Hyperrealität verträgt Film?“ erläuterte Christian Malterer seinen Forschungsansatz und stellte die Notwendigkeit der Neudefinitionen von  Schnitt- und Bildcadrierungen in virtuellen Realitäten in den Vordergrund: „Der Zeitaspekt und der Grad der Interaktivität des Zuschauers braucht neue Gesetzmäßigkeiten in der Gestaltung der filmerischen Welt.“

Christian Malterer ist seit 20 Jahren in der Medienbranche tätig. Ab 1994 begleitete er beim regionalen Fernsehen in Bayern die Entwicklung der analogen zur vollständig digitalen Produktion.
Langjährige Erfahrungen im Bereich der Werbe- und Social Awareness Spots als Produktionsleitung und Regie in der CGI Produktion qualizierten ihn 2007 als Managing Partner der scientific|Media Berlin, die sich als Spezialdienstleister im Bereich des Image Processing für digitale Filmbearbeitung begreift.
Maßgebliche Arbeiten an der digitalen Restaurierung des deutschen Filmkulturerbes von Fritz Lang, METROPOLIS, im Jahre 2010 ergänzen sein Profil.
In Kooperation mit dem Fraunhofer Institut für Nachrichtentechnik ist Christian Malterer außerdem seit 2012 in der Forschung tätig.
Seit 2008 doziert er an der MD.H Berlin im Fachbereich Digital Film Design und übernahm 2014 die Fachbereichsleitung.