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Mediadesign Absolventin Tanja Salem eine der Gewinnerinnen des Münchner Modepreis 2020

Im Rahmen eines Galaabends im Alten Rathaussaal am Marienplatz wurden nach einer abwechslungsreichen Schau aller nominierten Nachwuchs-Modedesigner*innen die mit großer Spannung erwarteten Preise verliehen. Lautstark unterstützt von den Fans der jeweiligen Ausbildungsstätten und Vertretern der Münchner Modebranche nahmen sie die mit Geldpreisen verbundenen Auszeichnungen von Bürgermeister Manuel Pretzl entgegen.

v.l.n.r.: Moderatorin Janine Mehner, die Juroren Christian Beck, Doris Hartwich, Dennis Braatz, Adrian Runhof und die glücklichen Gewinnerinnen: Tanja Salem und Caterina Goppert, Manuel Pretzl. 2. Bürgermeister der Landeshauptstadt München.
Foto: Christina Blenk

In seiner Begrüßung stellte Bürgermeister Pretzl und die Moderatorin Janine Mehner die besondere Bedeutung der Modestadt München heraus, die einen wichtigen „Teil der Designwirtschaft“ in München einnehme und den seit 2016 alle zwei Jahre stattfindenden Modepreis zu einem „besonderen Highlight in der Nachwuchsförderung“ mache.

Nominiert für den Münchner Modepreis 2020 waren neun Absolventinnen und Absolventen der letzten zwei Abschlussjahrgänge der Münchner Ausbildungsinstitute AMD, Deutsche Meisterschule für Mode und die Mediadesign Hochschule. Die Entscheidung über die Plätze eins bis drei traf die unabhängige Fachjury aus Vertretern und Vertreterinnen namhafter Modeunternehmen, Designern und Designerinnen, Fachjournalisten und Modeexperten im Rahmen einer mehrstündigen Jurysitzung am Tag der Preisverleihung. Darunter so bekannte Namen wie Christiane Arp, Chefredakteurin VOGUE Deutschland, Christian Beck von Etienne Aigner AG oder Johnny Talbot und Adrian Runhof von TALBOT RUNHOF.

Die Kollektion „LOSGELOEST“ auf dem Laufsteg des Münchner Modepreises. Foto: Christina Blenk

 

 

 

MD.H Absolventin Tanja Salem überzeugte die Jury mit ihrer farblich expressiven und von viel Liebe zum Detail geprägten Kollektion „LOSGELOEST“, sodass sie ihr den dritten Preis verliehen.

Bereits im Studium, für das sie ein Stipendium der MD.H erhielt, glänzte Tanja Salem mit herausragenden Leistungen und erhielt zum erfolgreichen Studienabschluss mit dem Bachelor of Arts in Modedesign die Auszeichnung für die beste Abschlussarbeit. Ihr Praxissemester absolvierte sie im anspruchsvollen Couture Department des Modehauses MARCHESA in New York City und sammelte damit auch internationale Mode-Luft.

Ein Ziel des Münchner Modepreises ist es, jungen Talenten, die in München starten, Aufmerksamkeit für den Karrierestart zu ermöglichen. Tanja Salem äußerte sich ganz persönlichen Worten, welchen Stellenwert der Münchner Modepreis für sie hat: „Besonders nach Abschluss des Studiums steigt eine unerwartete Orientierungslosigkeit und somit Verunsicherung. Die lokale Förderung des Münchner Modepreises sowie die der Media Design Hochschule ermutigen mich in fachlicher, medialer und allem voran in menschlicher Hinsicht.“

Aktuell beschäftigt sie sich mit dem Aufbau ihres Labels CODE, das die Ästhetik von LOSGELOEST in einer kommerzielleren Art und Weise aufgreifen wird und mit zwei lokal produzierten Hauptkollektion jährlich antritt. Die Vancouver Fashion Week wurde bereits auf die Jungdesignerin aufmerksam und lud sie ein, ihre Mode dort im Oktober 2020 zu präsentieren.

Tanja Salem bei der Preisverleihung des Münchner Modepreises 2020 mit Model beim Defilee.
Foto: Christina Blenk

Die Jury des Münchner Modepreises bewertete die eingereichten Outfits im Hinblick auf Zukunftsfähigkeit, innovative Schnittgestaltung und Materialität. In 2020 griffen viele Kollektionen den allgemeinen Zeitgeist von Nachhaltigkeit, aber auch die Herausforderungen einer immer brutaler empfundenen Welt auf. Die Konkurrenz war konzeptionell auf einem hohen Level, sodass die Jury zur Preisverleihung betonte, dass sie sich zwar für den ersten Preis sehr einig gewesen seien, aber bei den nachfolgenden Plätzen keine leichte Wahl gehabt hätten.

Als weitere Absolventen waren Christoph Gatzka mit der Kollektion „BATANA – A MARINE FOREST“ und Alisha Schnaas mit „INFERNO“ am Start und erhielten ebenfalls viel Beifall bei der Präsentation der jeweiligen Kollektion auf dem Laufsteg.

Ein weiterer großer Benefit im Sinne der Aufmerksamkeit für alle Nominierten des Münchner Modepreises ist, dass sie ihre Kollektionen im Vorfeld der Preisverleihung an prominenten Stellen der Münchner Innenstadt mehrwöchig ausstellen können. So war „LOSGELOEST“ bei Kaufhof am Stachus, „BATANA“ bei Konen und „INFERNO“ bei Breiter Hut & Mode zu sehen.

Foto: Christina Blenk

Fotos: Chistina Blenk
Text: Maren Müller-Bierbaum

Bericht zur Preisverleihung: https://www.muenchen.de/rathaus/wirtschaft/branchen/kreativwirtschaft/muenchner-modepreis.html

Weitere Infos zur Designerin erhalten Sie auf: www.tanjasalem.de
Alle Kollektionen auf einen Blick:
https://app.muenchen.de/modepreis/