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Modepuppen finden eine neue Heimat

Die MD.H München hat dem gemeinnützigen und städtisch geförderten Projekt „Jobmatching“ des „Infozentrums Migration und Arbeit“ zwei Modepuppen zur Förderung und Veranschaulichung von Arbeitsprozessen gestiftet. Die Puppen, die vorher im Fachbereich Modedesign der MD.H hauptsächlich studentische Kreationen der angehenden Modedesigner*innen in Szene gesetzt haben, wurden für den berufsbildenden Unterricht im Rahmen des Sprach- und Kommunikationstrainings neu ausstaffiert und sind nun stolze Träger und Trägerin von Berufskleidung. Initiiert wurde die schöne Idee von Raphael Schulz, Absolvent der Mediengestalter-Ausbildung an der MD.H München, der sich als Sprach- und Kommunikationstrainer für dieses Projekt engagiert.

„Die Puppen sind schon sehr gut angenommen worden“, sagt Raphael Schulz, „alleine, dass die Klienten und Klientinnen die Stoffe nun befühlen, den Helm oder den Mund-Nasen-Schutz aufsetzen können, hilft ihnen in die entsprechenden Rollen zu schlüpfen und Arbeitsprozesse zu verstehen.“

Bei den Puppen wird die Unterstützung der MD.H nicht enden. Aktuell befindet sich ein studentisches Projekt mit Media-Design-Student*innen unter der Leitung von Prof. Sybille Schmitz in der Kick-Off-Phase, bei dem es um die kreative Erarbeitung und Gestaltung einer Kommunikationskampagne geht, die einerseits die Kommunikation zu potentiellen Arbeitgebern unterstützen und andererseits zu einer Sensibilisierung für die Potenziale der Neuzuwanderer*innen aus EU-Ländern führen soll.

Raphael Schulz, Absolvent der MD.H und Sprachtrainer im Projekt „Jobmatching“, Ercan Öksüz, Berater, sowie Savas Tetik, Initiator und Verantwortlicher des Projektes „Jobmatching“ mit den neu eingekleideten Modepuppen im Infozentrum Migration und Arbeit in der Sonnenstraße 12a in München (v.l.v.r.).

Das Projekt „Jobmatching“ ist integriert in das 2019 mit dem Förderpreis Münchner Lichtblicke ausgezeichnete „Infozentrum Migration und Arbeit“. Dabei handelt es sich um eine Beratungsstelle für Neuzuwanderer*innen, insbesondere aus Rumänien und Bulgarien, die infolge ihrer Arbeitssituation in prekäre Lebenssituationen geraten sind. Ziel des Projektes ist es, diesen Menschen eine Perspektive auf eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung zu geben. Dabei leisten die Berater und Beraterinnen des Projektes wertvolle Beratung, Begleitung und Vorbereitung, beispielsweise durch berufsbezogene sprachliche Qualifizierung, Hilfe bei der Erstellung von Bewerbungsunterlagen, bis hin zur Begleitung in interessierte Betriebe und ggf. sprachmittelnde Aufgaben dort vor Ort. Ein wesentlicher Teil ihrer Arbeit ist das Akquirieren geeigneter Arbeitgeber und Betreuung der Klient*innen in den ersten Wochen und Monaten der Arbeitsaufnahme.

Mehr Infos zum Infozentrum Migration und Arbeit
https://www.facebook.com/awoinfozentrum

Text und Foto: Maren Müller-Bierbaum